E-Scooter bald auf Berlins Straßen

E Scooter

Wer in den letzten Monaten einmal auf den Straßen Berlins gewesen ist, hat sie sicher gesehen: schwarze und minzgrüne Zweiräder, die mit einem leisen Summen vorbeiziehen. Ihr Kollege benutzt es, um zur Arbeit zu pendeln, Ihr Nachbar bringt es zu seiner Pilates-Klasse, und die Studenten, die auf der anderen Straßenseite wohnen, fahren damit zum Schwimmen in den örtlichen See. Hinter diesen spritzigen Zweirädern verbirgt sich COUP, eine app-gesteuerte eScooter-Sharing-Plattform. Seine Mission: den Stadtverkehr mit vernetzten eScootern zu erobern. Zu anderen Mobilitätstrends klicken Sie HIER.

Wie revolutioniert man überhaupt den Stadtverkehr?

Das Wichtigste zuerst: Identifizieren Sie städtische Verkehrsprobleme.
Rushhour-Stillstand, Mangel an Parkplätzen oder kilometerlange Umwege durch die Stadt: „Stadtverkehr“ ist die Abkürzung für Stress, Frustration und Zeit, die nicht wirklich gelebt wird. In den zehn am stärksten verstopften Städten der Vereinigten Staaten sitzen die Autofahrer jedes Jahr rund 42 Stunden im Stau und verschwenden dabei mehr als 121 Milliarden Euro Zeit und Kraftstoff.

Im Jahr 2025 werden Staus in europäischen Großstädten zu jährlichen Kosten von rund 208 Milliarden Euro führen. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten und weitere 25% pendeln von den Vororten zur Arbeit. Mit anderen Worten, unser Leben ist stark von der persönlichen Mobilität abhängig.

Eine Lösung, die diesem Trend entgegenwirken soll, ist die gemeinsame Mobilität: Bis 2025 wird dieser Sektor einen Wert von 30 Milliarden Euro haben und bis 2050 80% des Mobilitätsmarktes ausmachen.

Endlich wird das Fahren in der Stadt wieder Spaß machen und stressfrei sein. Die eScooter-Sharing-Plattform COUP hatte die gleiche Idee. Das Start-up-Unternehmen, eine hundertprozentige Bosch-Tochter, startete im August 2016 mit 200 eScootern in der deutschen Hauptstadt. In weniger als einem Jahr hat das Team die Flotte auf derzeit 1.000 erweitert.

Wie können Megacity-Bewohner von diesem Angebot profitieren?

Der Weg, das Potenzial der Zweiradflotte zu nutzen, ist eine App. Mit Bluetooth Low Energy verbindet die App das Smartphone des Fahrers mit dem Roller. Fahrer können sehen, wo sich der nächstgelegene eScooter befindet, ihn entsperren und sperren und auch mit der App bezahlen. Aber was passiert, wenn die Batterie leer ist? Die Konnektivität der Fahrzeuge liefert Informationen wie z.B. den Ladezustand. Das Flottenteam behält alle eScooter im Auge und ersetzt leere Batterien – und zwar im gesamten Geschäftsfeld.

Die Roller haben eine Reichweite von bis zu 100 km bei einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.

Sprechen Sie mit Ihren Kunden

Im August 2016 startete die Plattform in vier Berliner Bezirken; seither erweitert COUP sukzessive seine Flotte. Die Kunden waren von Anfang an in den Prozess eingebunden. Das Unternehmen führte Benutzertests durch und sammelte direktes Feedback über den Service und die verwendeten Technologien. Da sich der Bereich der Sharing-Plattform in diesem Jahr fast bis zur Berliner S-Bahn ausdehnt, steht der Prozess im Zeichen des Kundeninteresses.

Offenes Ökosystem: Sharing Economy.

Auch für die gemeinsame Mobilität sind offene Ökosysteme relevant: Die Plattform basiert auf einer Zusammenarbeit mit dem asiatischen Start-up Gogoro, das angeschlossene Elektroroller weltweit verkauft.

Seit 2015 betreibt Gogoro in den Städten Taiwans ein eigenes E-Mobilitätsprogramm. Die Kunden dort müssen den Roller kaufen, während das Berliner Modell flexible Mietzeiten bietet, ohne dass die Nutzer den eigentlichen Roller kaufen müssen. Gogoro und COUP konzentrieren sich auf die Bereitstellung neuer Dienstleistungen, die die Akzeptanz nachhaltiger Verkehrsentscheidungen wie den Smart Roller beim Verbraucher fördern.

Diese Vision ist nun für die Umsetzung in einer anderen europäischen Stadt bereit. Ab Juli 2017 werden 600 eScooter auf den Straßen einer der verkehrsreichsten Städte Europas eingesetzt: Paris.

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